Blogbeiträge Kongressstipendiat*innen 2026



Ich bin Sarah Ly Brinkmann und studiere Medizin in Freiburg. Vom 4.bis 6. März habe ich in Berlin den Kongress der DGPM/DKPM mit dem Thema „Grenzerfahrungen — Wege jenseits des Vertrauten“ besucht.

Meine Verbindung zu Psychosomatik? Bereits meine ersten Lehrveranstaltungen in dem Fach haben mich begeistert und ich habe mich prompt auf eine ausgeschriebene Doktorand*innenstelle in diesem Bereich beworben. Jetzt arbeite ich bereits seit über einem Jahr an der Studie „Mindful Social Networking“ mit, die eine achtsamkeitsbasierte Intervention für Soziale Netzwerke-Nutzungsstörung erforscht.

Wege jenseits des Vertrauten durfte ich somit unter anderem persönlich einschlagen, nämlich mit meinem ersten Kongressbesuch. Als sich mir die Möglichkeit bot, an einem Symposium teilzunehmen und dort unsere Studie vorzustellen, sagte ich sehr gerne zu.

Nach und nach kristallisierte sich dann heraus, dass meine Mitdoktorandin nicht teilnehmen können würde und meine Pläne für die Übernachtung bei Freund*innen in Berlin nicht aufgehen würden. Der Kongress kam immer näher und mir wurde klar, dass ich nicht nur noch nie einen Kongress besucht hatte, ich war auch eigentlich noch nie allein gereist.  Da setzte langsam doch die Aufregung ein. Das Abstract für den Vortrag war aber bereits angenommen, so blieb mir nur die Flucht nach vorn.

Mein Vorsatz: Mich neu erfinden, mutig sein und einfach Menschen ansprechen. „Das sind Psychosomatiker*innen, die müssen eigentlich nett sein.“, so in etwa mein Gedankengang. In meiner Erfahrung hat sich das auch bewahrheitet, aber im Laufe des Kongresses rückte eine andere Sache in den Vordergrund:

Was das Neuerfinden angeht, bin ich natürlich kein anderer Mensch geworden. Tatsächlich haben die drei konzentrierten Tage aber eine neue Begeisterung und Hoffnung entfacht, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ohne hier zu pathetisch klingen zu wollen, habe ich den Kongress mit dem Gefühl verlassen, mich nicht neu erfunden, sondern neu gefunden zu haben.

Bereits der Auftakt des Kongresses war mit dem Eröffnungsvortrag von Prof. Mau spannend und realitätsbezogen. Genau das, was ich an Psychosomatik so schätze, der Blick für das große Ganze, wurde hier direkt widergespiegelt und auch fortlaufend, während dem gesamten Kongress immer wieder bestätigt. In Zeiten, welche mein Umfeld und ich als sehr bedrohlich empfinden, wurde die aktuelle politische Lage nicht außenvorgelassen, um den Kongress von aktuellen Geschehnissen abzuschirmen. Nein, stattdessen wurde die gesellschaftliche Relevanz von Psychosomatischer Medizin darin begründet und die Interdependenz zwischen sozioökonomischen Faktoren, Psyche und Gesundheit klar. Auch die Vorträge von Dr. Bleisch und Prof. Maio appellierten an mein Verständnis von Medizin: Mir wurde vor Augen geführt, warum wir als Mediziner*innen auch Aktivist*innen sein müssen, wenn wir für eine gesunde Welt einstehen wollen. Etwas, das nur allzu leicht aus den Augen verloren werden kann.

Ich bin deswegen sehr dankbar für diese Erfahrung, die mich darin bestärkt hat, nicht nachzugeben. Gerade dort, wo es schwierig wird, genau hinzusehen. Komplexe Umstände nicht auf einzelne Facetten zu reduzieren, sondern stattdessen die Ambivalenz und Vielschichtigkeit auszuhalten.

Die diesjährige DGPM/DKPM-Konferenz war für mich eine neue und besondere Erfahrung. Zum ersten Mal konnte ich andere junge Forschende treffen, vielseitige Einblicke in die Breite der psychosomatischen Medizin gewinnen und meine eigene Forschung öffentlich präsentieren.

Dabei durfte ich erneut lernen, wie tief Grenzen in uns und unseren Leben verankert sind – und an wie vielen Stellen wir ihnen begegnen. Die Teilung Deutschlands ist für mich vor allem ein bedeutendes historisches Ereignis. Viele andere Menschen haben in der Erzählung persönlicher Erinnerungen angedeutet, wie sehr diese Erfahrung ihr Leben und ihre Biografie bis heute prägt.

Es war spannend zu sehen, wie viele der Fragen, die mich auch im Alltag immer wieder beschäftigen, auf dieser Konferenz wissenschaftlich betrachtet wurden. Zum Beispiel: Warum fällt es Gesellschaften oft so schwer, Veränderungen anzunehmen? Was bewegt Menschen dazu, rechte Parteien zu wählen? Wie verändert ein Krieg das Leben, die Perspektiven und die Beziehungen der Menschen vor Ort? Und an welchen Stellen zeigen sich bis heute Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland? 

Gerade dabei wurde mir bewusst, wie wichtig das Verständnis dieser Geschichte nicht nur für die Vergangenheit ist, sondern auch für unsere heutige Gesellschaft. Und wie essentiell dieses Verständnis dabei ist, die Grenzen genau zu benennen und überwinden zu können.

Die psychosomatische Medizin hat sich mir auf dieser Konferenz in vielen Facetten gezeigt – und einmal mehr deutlich gemacht, wie umfassend sie unser Leben berührt. Ich freue mich sehr, Teil davon gewesen zu sein.

Dieses Jahr durfte ich zum ersten Mal am Deutschen Psychosomatik Kongress teilnehmen und einen Einblick in die Vielseitigkeit des Faches erfahren. Bereits im Vorhinein hatte ich das Programm mit großem Interesse verfolgt und war überrascht, wie vielseitig und auch politisch und gesellschaftlich relevant ein medizinischer Kongress gestaltet sein kann. Zu vielen Zeitslots konnte ich mich gar nicht richtig entscheiden, welchen Vortrag ich besuchen wollte.

Beginnend mit der Carus Lecture von Steffen Mau, wurde direkt eine zentrale Frage aufgeworfen, die sich dann für mich durch den ganzen Kongress zog und noch nachhaltig beschäftigt: Werden die Dinge eigentlich besser und warum fühlt sich Wandel heutzutage so anstrengend an?

Besonders spannend fand ich, wie das gesellschaftliche Klima diskutiert wurde und wie sich diese Perspektive dann in anderen Veranstaltungen wiederfand. Ob bei Giovanni di Maios Appell an eine menschlichere, sozialere Medizin, die den Menschen mehr als Ganzes sieht und soziale Kontexte mitdenkt. Oder auch beim Symposium zu rassismussensibler Psychotherapie, bei dem anschaulich gezeigt wurde, wie sehr gesellschaftliche Strukturen die Gesundheit beeinflussen und wie Diskriminierungserfahrungen Menschen prägen können, aber auch wie man im therapeutischen Kontext sensibel damit umgehen kann.

Abgeschlossen wurde diese Reise für mich im Eudämonie-Symposium – mit der Frage nach dem guten Leben, und wie dieses gelingen kann.

Passend zum Motto des Kongresses „Grenzerfahrungen – jenseits des Vertrauten“, wurde dabei deutlich, dass viele dieser Konzepte nicht beim Individuum stehen bleiben. Sie betonen Fürsorge, Beziehung und Verantwortung und gehen damit über den einzelnen heraus. Für mich war der Kongress deshalb vor allem ein Appell, diese Zusammenhänge stärker in den Blick zu nehmen, Grenzen abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen.

Danke, dass ich teilnehmen durfte – ich nehme viele neue Perspektiven und Fragen mit, die mich sicherlich noch länger begleiten werden.

Das diesjährige Motto „Grenzerfahrungen – Wege jenseits des Vertrauten“ hat sich durch meinen gesamten Kongressbesuch gezogen. Da es sich um meinen allerersten Kongress gehandelt hat, wusste ich vorher nicht, was mich erwarten wird – und wurde positiv überrascht. Zu Beginn war alles noch sehr neu und unvertraut, was sich allerdings dank der Auftaktveranstaltung schnell gelegt hat. Dieser Kongressbeginn hat mir die Chance gegeben, mich mit anderen Studierenden zu vernetzen und erste Kontakte zu knüpfen, um bestehende Grenzen zu überwinden.

Der Workshop „Drei Perspektiven – ein* Patient*“ hat einen guten Einblick in alle drei Richtlinienverfahren gegeben. Der Studiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie vermittelt zu großen Teilen die verhaltenstherapeutische Perspektive, weswegen ich vor dem Kongress kaum Erfahrungen mit den anderen Verfahren hatte. Auch der Therapy Slam hat mir besonders gut gefallen, da hier das vertraute Format erstmals verlassen wurde und zwei Therapeutinnen aus MBT und DBT mit einer Schauspielpatientin die ersten zwei Therapiestunden improvisiert und später auch diskutiert haben. Diese zwei Formate haben dazu beigetragen, meinen Blick zu erweitern und das Interesse an anderen Verfahren außerhalb der VT zu fördern, sodass ich mir aktuell die Arbeit in allen Verfahren vorstellen könnte.

Einige der Vorträge haben sich mit Behandlungsansätzen beschäftigt, die außerhalb des Vertrauten liegen. Gerade ein kombinierter Einsatz altbewährter Verfahren mit z.B. künstlicher Intelligenz oder VR kann neue Möglichkeiten für eine optimierte Gesundheitsversorgung eröffnen. Als besonders wertvoll habe ich als Psychologie-Studentin auch den Austausch mit Medizinstudierenden empfunden, da wir später möglicherweise Arbeitskolleg*innen sein werden und dies eine gute, kollegiale Zusammenarbeit und Verständnis für die andere Disziplin voraussetzt.

Ich blicke dankbar zurück auf drei Tage voller wissenschaftlicher und praktischer Impulse, der Vernetzung mit anderen Studierenden und Wissenschaftler*innen und dem Gewinnen wertvoller Erfahrungen. Die Vielzahl der Angebote hat es mir ermöglicht, in praktische Workshops, Poster-Vorstellungen, Lesungen und Symposien Einblicke zu erhalten – gerne hätte ich mir die parallellaufenden Veranstaltungen auch noch angehört.

Vielen Dank für die Möglichkeit, dank des Stipendiums dem großartigen Kongress beiwohnen und daran persönlich wachsen zu dürfen und das Öffnen der Grenzen des Vertrauten! Ich freue mich auf weitere spannende Kongresse!

Das Thema des diesjährigen Kongresses „Grenzerfahrungen – Wege jenseits des Vertrauten“ war für mich vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und individueller Herausforderungen hoch interessant. Vom 4. bis zum 6. März 2026 versammelten sich zahlreiche Fachleute der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie in Berlin, um sich intensiv mit den vielfältigen Dimensionen von Grenzerfahrungen auseinanderzusetzen. Über drei Tage hinweg wurde diskutiert, wie innere und äußere Grenzen entstehen, wie sie überwunden werden können und welche Bedeutung interdisziplinäre Perspektiven für diesen Prozess haben.
Als Studentin im Praktischen Jahr bot sich mir die Gelegenheit, den Kongress in einer Phase des Übergangs zwischen zwei Tertialen zu besuchen – von der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie hin zur Psychosomatischen Medizin. Dadurch gewann der Kongress für mich auch eine ganz besondere persönliche Relevanz. Die Teilnahme ermöglichte mir nicht nur eine vertiefte fachliche Auseinandersetzung, sondern auch eine wertvolle Reflexion des eigenen beruflichen Werdegangs.
Ein besonderer Fokus lag für mich auf den Symposien zur Psychokardiologie, die die komplexen Wechselwirkungen zwischen kardiovaskulären Erkrankungen und psychosozialen Faktoren eindrücklich verdeutlichten. Aufgezeigt wurde, inwiefern psychische Belastungen sowohl als Folge als auch als mitverursachender Faktor somatischer Erkrankungen verstanden werden können. Die Bedeutung interdisziplinärer Behandlungsansätze wurde dabei als zentral für eine nachhaltige und ganzheitliche Patientenversorgung herausgestellt.
Besonders prägend war zudem der sogenannte Therapie-Slam, der einen anschaulichen und zugleich differenzierten Einblick in verschiedene therapeutische Verfahren ermöglichte. Durch die komprimierte und praxisnahe Darstellung unterschiedlicher Ansätze habe ich ein breites Spektrum psychosomatischer Behandlungsmöglichkeiten kennengelernt. Dieses Format erwies sich insbesondere für mich als Studierende als gewinnbringend, da es Orientierung im vielfältigen therapeutischen Angebot leistete und zur weiteren Auseinandersetzung mit individuellen Interessenschwerpunkten anregte.
Insgesamt habe ich die Tagung als gewinnbringende Verbindung aus wissenschaftlichem Input, praxisnahen Einblicken und fachlichem Austausch erlebt. Der interprofessionelle Dialog verdeutlichte die Vielschichtigkeit und gesellschaftliche Relevanz des Fachgebiets für die medizinische Versorgung.
Auch das diesjährige Kongressteam hat mit einer hervorragenden Organisation und zahlreichen innovativen Formaten dazu beigetragen, den Kongress lebendig zu gestalten. Dies unterstreicht die Offenheit des Fachbereichs gegenüber neuen Impulsen sowie die Bereitschaft zur gemeinsamen Weiterentwicklung.
Besonders dankbar bin ich für die Möglichkeit, im Rahmen eines Stipendiums bereits im Studium vertiefte Einblicke in die Psychosomatische Medizin zu erhalten.

Fazit:
Ich nehme aus dem Kongress vor allem ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung von Grenzerfahrungen im Zusammenspiel von Körper, Psyche und sozialem Kontext mit. Die Auseinandersetzung mit diesen Übergängen hat mir erneut gezeigt, wie wichtig ein integrativer Blick für das Verständnis von Gesundheit und Krankheit ist. Besonders eindrücklich war für mich, wie sehr ein interdisziplinärer Austausch dazu beitragen kann, neue Perspektiven zu eröffnen und bestehende Denkweisen zu hinterfragen. Insgesamt hat
die Teilnahme mich in meiner fachlichen Orientierung erneut bestätigt und Verständnis für die Komplexität psychosomatischer Prozesse nachhaltig erweitert.

Im Rahmen des Kongresstipendiums durfte ich bereits zum zweiten Mal am Kongress für
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie teilnehmen. Nachdem ich im vergangenen Jahr bereits
viele bereichernde Eindrücke sammeln konnte, war mir der Aufbau des Kongresses diesmal schon
vertraut und ich traf gleich zu Beginn einige bekannte Gesichter, mit denen ich die nächsten Tage
gemeinsam durch das vielfältige Programm ging und spannende Gespräche führte.

Die Auftaktveranstaltung von Prof. Steffen Mau bot eine eindrucksvolle Einführung in das diesjährige
Kongressmotto „Grenzerfahrung – Wege jenseits des Vertrauten“. Besonders eindrücklich war für mich
der Gedanke, dass Menschen sehr unterschiedlich auf Veränderungen reagieren und wie sich diese
Eigenschaft im Wahlverhalten widerspiegelt. Gleichzeitig stimmte mich eine Statistik nachdenklich:
Nur etwa jede zehnte Person blickt aktuell optimistisch in die Zukunft. Gerade in einer Zeit voller
gesellschaftlicher und globaler Herausforderungen zeigt sich, wie wichtig Räume für Reflexion,
Austausch, neue Perspektiven und Offenheit sind. Den ersten Kongresstag schloss ich mit einer
spannenden Veranstaltung zu einem gesellschaftlich und ethisch kontrovers diskutierten Thema
ab: Eizellspende, Leihmutterschaft und spätere Elternschaft. Neben medizinischen Aspekten standen
vor allem psychosoziale Belastungen und individuelle Lebensrealitäten im Fokus. Besonders
inspirierend fand ich die differenzierte Perspektive der Referierenden: Viele Fragen lassen sich nicht in
einfachen Kategorien von „richtig“ oder „falsch“ einordnen. Vielmehr erfordern sie eine sensible
Betrachtung der jeweiligen Lebenssituation, ein Gedanke, der gut zum Kongressmotto passte.

Am nächsten Tag beschäftigten sich mehrere Vorträge mit dem Einfluss gesellschaftlicher Prägungen
auf Erziehungsstile, unter anderem mit Unterschieden zwischen Menschen, die in Ost- oder
Westdeutschland aufgewachsen sind. Es hat mich ehrlich überrascht, wie stark historische und soziale
Kontexte auch heute noch nachwirken können. Das Programm war insgesamt so vielseitig, dass es oft
schwerfiel, sich zwischen parallel stattfindenden Vorträgen zu entscheiden. Besonders spannend fand
ich eine Studienreihe aus dem Bereich der Psychokardiologie, die mir neue Perspektiven auf ein
Fachgebiet eröffnete, das im Medizinstudium häufig sehr somatisch geprägt vermittelt wird. Hier wurde
deutlich, wie eng psychische und körperliche Prozesse miteinander verbunden sind. Den Abschluss
dieses Tages bildete eine Vortragsreihe zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
Dabei ging es unter anderem um die zunehmende Orientierungslosigkeit vieler junger Menschen in
Bezug auf Lebensziele und berufliche Perspektiven. Trotz der geschilderten Herausforderungen wurden
jedoch auch viele innovative und hoffnungsvolle Therapieansätze vorgestellt.

Am letzten Kongresstag besuchte ich eine spannende Vortragsreihe der Auswirkungen des
Klimawandels auf die körperliche und psychische Gesundheit, ein Thema, das in der heutigen Zeit
zunehmend an Bedeutung gewinnt und mir neue Perspektiven eröffnete. Ein besonderes Highlight
waren am letzten Kongresstag zwei Vorträge: Zum einen präsentierte Frau Prof. Ilona Croy ihre
faszinierende Forschung zur Bedeutung von Berührung und deren positiven Effekten auf psychische
und körperliche Gesundheit. Zum anderen sprach Frau Prof. Antje Horsch über ein Thema, das in der
wissenschaftlichen Literatur bisher vergleichsweise wenig Beachtung findet: Geburtsbezogene
Posttraumatische Belastungsstörungen. Besonders spannend waren die vorgestellten Präventions- und
Behandlungsansätze, unter anderem mit einem spielbasierten Ansatz ähnlich einem Tetris-Spiel.

Rückblickend kann ich sagen, dass mir der Kongress, wie bereits im letzten Jahr, ausgesprochen gut
gefallen hat. Die Vielfalt der Themen hat mir eindrucksvoll gezeigt, wie breit das Feld der
psychosomatischen Medizin ist. Viele Beiträge führten mich bewusst über die Grenzen meines
bisherigen Wissens hinaus und eröffneten neue Perspektiven auf medizinische und gesellschaftliche
Fragestellungen. Vielen Dank, dass mir durch das Kongressstipendium die Möglichkeit eröffnet wurde,
so viele tolle, neue und spannende Erfahrungen abseits des Vertrauten sammeln zu dürfen!

Als Medizinstudentin war dies mein erster Kongress und obwohl ich mir schwer vorstellen konnte, wie ein Kongress aussieht, wurden meine Erwartungen voll erfüllt. Dieses Jahr stand ganz unter dem Thema „Grenzerfahrungen – Wege jenseits des Vertrauten“, was bereits im Vorhinein sehr vielversprechend klang. Getreu dem Motto gab es viele spannende Inhalte, die einem in unterschiedlichen Formaten anschaulich und verständlich nahegebracht wurden. Da war es manchmal schwer, sich für eine Veranstaltung zu entscheiden, weil zu vieles spannend klang. Ein Fokus lag in diesem Jahr auf der Geschichte und Unterschieden von Ost- und Westdeutschland. So lernte ich unter anderem etwas über Wochenkrippenkinder. Ein Thema, das sehr betroffen machte und über das ich zuvor noch nichts gehört hatte.
Darüber hinaus gab es für uns Stipendiaten im Rahmen der Perspektive Psychosomatik zusätzliche Veranstaltungen, in denen uns Inhalte rund ums Arbeiten in der Psychosomatik nähergebracht wurden. Auch gab es jeden Morgen die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Frühstück kennenzulernen und zusammen in den Tag zu starten.
Alles in allem hatte ich eine sehr gute Zeit, habe viel gelernt und nette Leute getroffen. Ich würde mich jederzeit wieder für ein Stipendium bewerben!

Zur Eröffnung des Kongresses teilten einige Verantwortliche ihre persönlichen Erfahrungen mit der innerdeutschen Grenze. Den Grenzerfahrungen möchte ich mich anschließen, denn auch meine Familie ist davon geprägt. Meine Mutter zog von Ost nach West, von Ost-Berlin nach Nordrhein-Westfalen. Mein Vater ging den umgekehrten Weg von West nach Ost und erlebte als US-Amerikaner die Realität hinter dem „Eisernen Vorhang“.

Konträr zum Leitmotiv wird der DKPM-Kongress für mich von Jahr zu Jahr immer mehr zu einem Weg ins Vertraute. In diesem Rahmen hatte ich die Möglichkeit, das Forschungsprojekt Optimales Langzeitüberleben nach Krebs (OPTILATER) bei den Mini-Talks der Psychoonkologie vorzustellen. Zuvor hatte ich es bereits im Qualifizierungsprogramm Klinische Forschung des DKPM präsentiert, das Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in ihren Qualifizierungsvorhaben unterstützt. Dass Nachwuchsförderung mehr ist als ein theoretisches Konzept, zeigt sich auch in der gelebten Zusammenarbeit: In der Arbeitsgruppe Psychometrie & Diagnostik arbeiten wir derzeit unter der Leitung von Felix Fischer an einem Artikel zur Standardisierten Befundung psychometrischer Diagnostik in der Psychosomatischen Medizin. Kontakte aus dem Programm bleiben darüber hinaus bestehen und setzen sich auch außerhalb der Veranstaltungen fort, beim Eis essen und Flat White trinken.

Mein besonderer Dank gilt daher nicht nur dem Kollegium und der Gesellschaft für Psychosomatische Medizin, sondern auch der Möglichkeit zur Teilnahme am Qualifizierungsprogramm des DKPM. Ebenso danke ich allen beteiligten Kliniken in Berlin, Hamburg, Heidelberg, München und Tübingen sowie unserer Klinik in Essen, insbesondere Eva Skoda und Martin Teufel, für die Unterstützung.

Den melancholisch gefärbten und gleichzeitig inspirierenden Abschluss des Kongresses bildete die Ascona Lecture von Barbara Bleisch. Ihre Reflexion über die Chance, an Erfahrungen zu reifen, erinnerte an Robert Frosts Gedicht The Road Not Taken – an die Wege, die wir einschlagen, und jene, die unbeschritten bleiben. Vielleicht liegt die Botschaft jedoch näher bei Matt Haigs Mitternachtsbibliothek: den Mut zu haben, verschiedene Wege auszuprobieren und das Leben, das daraus entsteht, mit all seinen Höhen und Tiefen fortzuschreiben.

Dass psychosomatische Medizin nicht nur an der Schnittstelle von Körper und Seele, sondern auch im gesellschaftlichen Kontext relevant ist, wurde auf dem diesjährigen DGPM/DKPM-Kongress 2026 einmal mehr eindrucksvoll sichtbar. Unter dem Motto „Grenzerfahrungen – Wege jenseits des Vertrauten“ wurden zentrale Themen wie interpersonelle Konflikte, Einsamkeit und die Rolle sozialer Medien intensiv beleuchtet.

Dank des Stipendiums, das mir die Teilnahme ermöglichte, konnte ich den Kongress in seiner ganzen Bandbreite erleben – und es hat sich mehr als gelohnt. Jeder Zeitslot bot spannende Inhalte, sodass die Entscheidung zwischen den zahlreichen Vorträgen oft schwerfiel. Besonders beeindruckt hat mich das neue Format Therapy Slam. Gerade für mich als Einsteigerin in das Fachgebiet der Psychosomatik war der direkte Vergleich verschiedener Psychotherapieformen sehr bereichernd.

Ein weiterer großer Gewinn des Kongresses war für mich die Vernetzung. Die Treffen der Perspektive Psychosomatik boten eine hervorragende Gelegenheit, sich mit anderen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Fachleuten auszutauschen. In den Gesprächen entstanden nicht nur wertvolle neue Kontakte, sondern auch inspirierende Diskussionen über zukünftige Forschungsansätze.

Mein Fazit: Der Kongress 2026 war eine große Bereicherung – fachlich wie persönlich. Das Stipendium ermöglichte mir, tief in die Themen einzutauchen, spannende Menschen kennenzulernen und meinen Horizont zu erweitern. Nächstes Jahr wäre ich gerne wieder dabei, um dann vielleicht auch selbst einen Beitrag zum Kongress leisten zu können.

Unter dem Motto „Grenzerfahrungen — Wege jenseits des Vertrauten“ fand in diesem Jahr der Deutsche Psychosomatik-Kongress in Berlin statt. Das Kongressprogramm spiegelte dieses Thema in vielfältiger Weise wider, sowohl in klinischen als auch in wissenschaftlichen Beiträgen. Direkt zu Beginn der Konferenz wurde für mich überraschend eine Seite mit aktuellem politischem Bezug und der Analyse von Verhaltensmustern herangezogen, die ich auf einer Forschungskonferenz so nicht erwartet hätte. Besonders deutlich wurde dabei, wie stark sich das Fachgebiet aktuell an den Schnittstellen zwischen somatischer Medizin, Psychotherapie und Forschung weiterentwickelt und wie eng wissenschaftliche Fragestellungen mit gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden sind.

Für mich persönlich bot der Kongress die Gelegenheit, meine eigene Arbeit im Rahmen einer Posterpräsentation vorzustellen. In meiner Forschung beschäftige ich mich mit biologischen Stressmarkern und ihrem Zusammenhang mit psychischen und somatischen Symptomen bei Patient:innen mit Post-COVID-Symptomatik. Die Diskussionen am Poster haben erneut gezeigt, wie komplex dieses Störungsbild ist und wie wichtig ein biopsychosoziales Verständnis bleibt.

Genau dieses Thema spiegelte sich auch insgesamt im Kongress wider: die zunehmende Bedeutung interdisziplinärer Ansätze. Die Fülle an Beiträgen erschwerte die Auswahl. Die Pausen mit Kolleg:innen wurden genutzt, um sich aufzuteilen und möglichst viele Veranstaltungen wahrnehmen zu können. In vielen Vorträgen wurde deutlich, dass trotz wachsender Evidenz weiterhin Unsicherheiten bestehen, insbesondere bei neuen oder noch unzureichend verstandenen Krankheitsbildern in der Psychosomatik, wie dem Post-COVID-Syndrom. Genau diese Lücken schaffen jedoch Motivation für weitere Forschung mit Eigeninitiative. Und genau das hat der Kongress bei mir ausgelöst. Ich sitze aktuell mit meiner Betreuerin an der Planung einer weiteren Arbeit zu Post-COVID mit spiroergometrischen und kardiologischen Daten.

Neben den wissenschaftlichen Inhalten war für mich der persönliche Austausch besonders wertvoll. Gespräche mit anderen Forschenden, klinisch Tätigen und Doktorand:innen haben neue Perspektiven eröffnet und gezeigt, dass viele ähnliche Fragen und Herausforderungen teilen. Gerade für Nachwuchswissenschaftler bietet ein Kongress die Möglichkeit, eigene Projekte einzuordnen, Rückmeldungen zu erhalten und neue Ideen zu entwickeln.

Insgesamt hat der Kongress eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch sich die psychosomatische Medizin derzeit entwickelt. Das diesjährige Motto ließ sich dabei nicht nur inhaltlich, sondern auch im wissenschaftlichen und politischen Austausch wiederfinden: Fortschritt entsteht häufig dort, wo man bereit ist, gewohnte Denkweisen zu hinterfragen und sich auf neue Perspektiven einzulassen.

Die Teilnahme am Kongress war für mich daher nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch eine wichtige Motivation für die weitere wissenschaftliche Arbeit.

„Grenzerfahrungen – Wege jenseits des Vertrauten“ dies war das Motto des diesjährigen Kongresses, und es hat für mich persönlich unglaublich gut gepasst.

Als noch relativ junger Bachelorstudent des Faches Psychologie war die erste Grenze mein fehlendes Fachwissen zu gewissen Themen, da ich natürlich noch fast keine Erfahrungen aus der beruflichen Praxis vorweisen konnte. Ich glaube, ich habe in drei Tagen noch nie so viel Neues gelernt und gehört wie auf diesem Kongress, weshalb ich auf fachlicher Ebene sehr stark profitieren konnte. Da mich Themen wie Essstörungen interessieren, habe ich viele Veranstaltungen zu dieser Thematik besucht und konnte mein Wissen gezielt erweitern.

Aufgrund des Kongressmottos gab es auch Veranstaltungen zu den Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland. Als Jemand, der im Osten groß geworden ist und dessen gesamte Familie aus dem Osten stammt, spielte dieses Thema schon immer eine große Rolle in meinem Leben. Der Besuch dieser Veranstaltungen hat mir noch einmal Informationen geliefert, die selbst Zeitzeugen wahrscheinlich nicht sofort parat gehabt hätten.

Ein Programmpunkt, den ich nicht erwartet hatte, war der Austausch mit Fachleuten aus Japan. Da ich selber mal eine Zeit lang japanisch gelernt habe, hat mich dies sehr gefreut und es war auch interessant zu sehen, wie gewisse Krankheitsbilder auf anderen Kontinenten behandelt werden. Durchweg hat der Austausch mit Fachleuten auch aus dem Ausland wie z.B. der Schweiz und die Gespräche mit den Teilnehmern mir nochmal mehr Perspektive für meine berufliche Zukunft geliefert.

Generell kann ich nur sagen: Ich wusste nicht, was auf mich zukommt, und wurde positiv überrascht, sei es durch den fachlichen Austausch mit Experten aus der Praxis oder durch die wirklich exzellenten Vorträge. Es war mir ein Vergnügen, Teil dieses Kongresses gewesen zu sein, und wenn es möglich ist, bin ich nächstes Jahr auf jeden Fall sehr gerne wieder als Gast dabei.

Ich bin Doktorandin im STARKIDS-Projekt und interessiere mich besonders für psychosoziale Faktoren, die häufig übersehen werden, wenn es um Prävention und Behandlung von Adipositas im Kindes- und Jugendalter geht. Beim diesjährigen Kongress hatte ich die Gelegenheit, mein systematisches Review zu Gewichtsstigmatisierung bei Kindern und Jugednlichen vorzustellen und gleichzeitig neue Perspektiven aus der psychosomatischen Forschung kennenzulernen.

Ein besonderes Kongress-Highlight war für mich das neue Format des sogenannten „Therapy Slam“. Auf der Bühne wurde anhand einer Schauspielpatientin demonstriert, wie zwei unterschiedliche therapeutische Ansätze (Mentalisierungsbasierte Therapie und Dialektisch-Behaviorale Therapie) in der Praxis aussehen können. Anschließend diskutierten die beteiligten Therapeutinnen ihre Vorgehensweisen. Dieses Format machte therapeutische Arbeit auf eine anschauliche und lebendige Weise erlebbar und zeigte zugleich, wie unterschiedlich therapeutische Perspektiven sein können. Für mich als Forscherin war es besonders spannend, therapeutische Prozesse so unmittelbar dargestellt zu sehen. Ich hoffe sehr, dass dieses Format auch in den kommenden Jahren wieder aufgegriffen wird.

Ein zentraler Bestandteil des Kongresses war für mich auch der Austausch mit anderen Forschenden. Als Teilnehmerin des Qualifizierungsprogramms Klinische Forschung besuchte ich ein von einigen meiner Kolleginnen organisiertes Symposium zur Work–Life–Science Balance. In den Erfahrungsberichten etablierter WissenschaftlerInnen ging es darum, wie sich wissenschaftliche Karriere, klinische Arbeit und Privatleben miteinander vereinbaren lassen. Besonders wertvoll war hier nicht nur der Inhalt der Vorträge, sondern auch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch im Anschluss.

Inhaltlich habe ich viele Beiträge im Bereich Essstörungen und Körperbild besucht, die thematisch eng mit meinem eigenen Forschungsprojekt verbunden sind. Gleichzeitig bot der Kongress zahlreiche Gelegenheiten, auch über die Grenzen des eigenen Forschungsfeldes hinauszublicken. Besonders eindrücklich war für mich das Semiplenar zum Thema „Körper – Grenze – Erfahrung“. Dort lernte ich zwei mir bislang unbekannte Forscherinnen kennen, deren Arbeiten mich sehr inspiriert haben. Besonders beeindruckend fand ich einen Ansatz, bei dem das Computerspiel Tetris zur Unterstützung bei der Verarbeitung geburtsbezogener Traumata eingesetzt wird. Dies war ein inspirierendes Beispiel dafür, wie kreative und interdisziplinäre Ideen neue therapeutische Möglichkeiten eröffnen können.

Rückblickend war der Kongress für mich nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch eine wichtige Gelegenheit zur Vernetzung und Inspiration. Gerade der interdisziplinäre Austausch zeigt, wie wichtig es ist, die eigenen wissenschaftlichen Fragestellungen immer wieder aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Ganz im Sinne des Kongressmottos ging es darum, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und die Grenzen der eigenen Forschung zu erweitern.

In diesem Jahr hatte ich erstmals die Gelegenheit, mit einem eigenen Beitrag am Deutscher Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Berlin teilzunehmen. Neben der großen Freude über den aktiven Austausch, dem Kennenlernen toller Kolleg*innen war der Kongress für mich vor allem eines: inspirierend. Viele Vorträge haben neue Perspektiven eröffnet und mich dazu gebracht, bisher Selbstverständliches noch einmal zu hinterfragen und mich als angehende Psychotherapeutin mit meiner eigenen Haltung zu gewissen Themen intensiver auseinanderzusetzen.

Besonders beeindruckt hat mich die Diskussion über Künstliche Intelligenz in der Psychotherapie. Dabei ging es nicht nur um technische Möglichkeiten, sondern auch um eine grundlegende Haltungsfrage: Wie stehen wir als Therapeut zu KI? Welche Chancen bietet sie und wo liegen ihre Grenzen? Ein spannender Gedanke war die Frage, ob KI Empathie zeigen kann. Wenn Empathie zu einem großen Teil ein sprachliches Konstrukt ist, könnte eine KI empathische Kommunikation durchaus erzeugen. Gleichzeitig wurde deutlich: Therapie besteht nicht nur aus Sprache. Der menschliche Kontakt, das Gefühl, mit jemandem im Raum zu sein, die Verkörperung von Beziehung, all das kann KI nicht ersetzen. Stattdessen wurde KI eher als unterstützendes Werkzeug diskutiert. Die entscheidende Frage lautet also: Welche digitalen Tools möchten wir bewusst in unsere therapeutische Arbeit integrieren?

Ein weiteres faszinierendes Thema war die Berührungsforschung. Studien zeigen zunehmend, wie stark körperliche Berührung zur Stressreduktion beitragen kann. Gerade in der psychosomatischen Medizin eröffnet das spannende Perspektiven auf die Verbindung von Körper und Psyche.

Auch Themen rund um Sucht und Essstörungen sowie Internet- und Verhaltensabhängigkeiten wurden intensiv diskutiert. Die zunehmende Digitalisierung unserer Lebenswelt stellt Therapie und Forschung vor neue Herausforderungen, aber auch vor neue Möglichkeiten. Passend dazu wurden verschiedene Ansätze der digitalen Therapie vorgestellt. Besonders interessant fand ich die Frage nach der Evidenz: Wie gut werden digitale Interventionen tatsächlich von Behandler*innen und Patient*innen angenommen? Die Forschung zeigt, dass digitale Angebote sinnvoll ergänzen können vorausgesetzt, sie werden gut integriert und therapeutisch begleitet.

Ein weiterer spannender Beitrag beschäftigte sich mit Geburt und Trauma. Hier wurden Interventionen vorgestellt, bei denen beispielsweise das Spielen von Tetris kurz nach einem traumatischen Ereignis eingesetzt wird. Die Idee dahinter: Durch die starke visuell-räumliche Beanspruchung kann die Verarbeitung im Hippocampus beeinflusst werden, wodurch sich belastende Gedächtniseinspeicherungen möglicherweise abschwächen lassen. Ein faszinierendes Beispiel dafür, wie ungewöhnliche Interventionen aus der kognitiven Forschung in klinische Anwendungen übersetzt werden können.

Der Kongress hat mir einmal mehr gezeigt, wie dynamisch und interdisziplinär die psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist. Von KI über Körperforschung bis hin zu digitalen und spielbasierten Interventionen. All diese Entwicklungen regen dazu an, die eigene therapeutische Haltung immer wieder zu reflektieren und gegebenenfalls zu erneuern. Wir sollten uns diese Beweglichkeit sowohl in Forschung wie auch klinischem Alltag als wichtige Grundlage beibehalten, um Psychotherapie am Puls der Zeit ermöglichen zu können. 

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