Tag der ambulanten Psychosomatik 2026

Beim Kongress 2024 als „Tag der Niedergelassenen“ eingeführt, möchten wir auch beim Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 2026 das beliebte Format für Niedergelassene weiterführen. Am 6. März 2026 erwarten Sie viele verschiedene Vorträge. 

Programm Freitag, den 6. März 2026

08:45 – 10:15 Uhr // Harnack-Haus, Köhler-Zimmer

Symposium: Niederlassungsformen zur Versorgung schwer und komplex psychosomatisch Erkrankter

Mehr als Couch und Anrufbeantworter: Aufbau einer außerinstitutionellen, multiprofessionellen Versorgungspraxis in der Psychosomatik – Chancen und Hürden

Die fachärztliche Psychosomatik geht über Richtlinienpsychotherapie hinaus: somatisch, sozialmedizinisch, kinder- und jugend- sowie familien- und systemisch. In Brühl arbeiten wir daran, diese Breite auf eine ambulante Teamstruktur mit klaren Behandlungspfaden; Gruppen- und Einzelangeboten auch außerhalb der Richtlinienpsychotherapie, zu übertragen. Knappen Ressourcen einer ambulanten Praxis wird durch standardisierte Prozesse und digitale Möglichkeiten begegnet. Fallbeispiele, Erfahrungen, Perspektive; Chancen und Hürden.

Referent:
Dr. med. Maxim Liwschitz-Vapne (Brühl)

Psychosomatische Institutsambulanz (PsIA) – ein Jahr Erfahrungen am Diakonie Klinikum in Stuttgart

Die Psychosomatische Institutsambulanz (PsIA) verbindet stationäre und ambulante Strukturen, um Menschen mit komplexen psychosomatischen Krankheitsbildern wohnortnah und sektorenübergreifend zu versorgen. Der Vortrag stellt das Konzept der Diakonie Stuttgart vor, diskutiert Chancen und Grenzen des Modells und zeigt, wie die PsIA zur Entlastung anderer Versorgungsbereiche beitragen kann.

Referentin:
Dr. med. Susanne Rueß (Diakonie-Klinikum Stuttgart)

Wenn das therapeutische Wirken innerhalb der Lebensrealität einer Patientin stattfindet, ergibt sich ein Spaziergang am Ortsrand.

Anhand eines psychosomatischen Fallbeispiels zu einem multidisziplinären Krankheitsbild werden die Chancen aufgezeigt, soziale und somatische Aspekte in den Psychotherapieverlauf zu integrieren, welche sich durch eine Primärversorgung an einer ländlichen Hausarztpraxis ergeben. Der Beitrag reflektiert, welchen Einfluss die Kenntnis der Patienten-nahen Lebensrealität hat und hinterfragt, wie viel Distanz eine therapeutische Beziehung braucht bzw. wie viel Nähe sie aushalten kann.

Referentin:
Dr. med. Anna-Maria Jurjut (Bensheim)

Somatotherapeutische Behandlung in der psychosomatisch-medizinischen Sprechstunde einer Facharztpraxis – ein Fallbericht

Am Beispiel einer psychokardiologischen Fallvignette wird die Notwendigkeit der interdisziplinären Versorgung komorbider Patient:innen im Rahmen einer Psychosomatischen Sprechstunde verdeutlicht. Dieser Beitrag unterstreicht die Bedeutung der somato-therapeutischen Versorgungskompetenz neben der Richtlinienpsychotherapie.

Referent:
Dr. med. univ. Rüdiger Behnisch (Nürnberg)

Moderation:
Dr. med. Norbert Hartkamp (Solingen)

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10:30 – 12:00 Uhr // Harnack-Haus, Köhler-Zimmer

Podiumsdiskussion

Generationenwechsel in der (ambulanten) psychosomatischen Medizin

Der Generationenwechsel prägt derzeit die ambulante psychosomatische Medizin auf vielen Ebenen – von Ausbildungswegen und Arbeitsbedingungen bis zu beruflichen Selbstverständnissen. In der Podiumsdiskussion beleuchten Vertreter:innen unterschiedlicher Generationen ihre Perspektiven auf Chancen und Herausforderungen des Wandels. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Zukunft der ambulanten Strukturen, neuen Formen kollegialer Zusammenarbeit und der Weiterentwicklung einer psychosomatischen Identität, die Beruf und Lebenswelt in Einklang bringt.

Diskussionsteilnehmende:
Dr. med. Peter Vogelsänger (Berlin), Dr. med. Elisabeth Kunz (Wismar), Dr. med. Irmgard Pfaffinger (München), Dr. med. Ulrich Treiber (Heidelberg)

Moderation:
Dr. med. Miriam Komo Lang (Heidelberg)

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13:15 – 14:45 Uhr // Henry-Ford-Bau, Hörsaal A

Psychosomatik kontrovers 02

Die Primärversorgung zur Steuerung der ambulanten Patientenversorgung – auch für die psychosomatische und psychotherapeutische Versorgung?

Wir stehen am Beginn einer zentralen Strukturreformen im deutschen Gesundheitssyst em. Knappe personelle und finanzielle Ressourcen, lange Wartezeiten und der demografische Wandel fordern die ambulante Versorgung heraus. CDU/CSU und SPD haben sich im Koalitionsvertrag auf die Etablierung eines Primärversorgungssystems geeinigt, die einen zielgerichteten und effizienten Einsatz von personellen und finanziellen Ressourcen ermöglichen soll. Wesentlicher Bestandteil wird dabei ein verlässliches digitales bzw. telefonisches Verfahren zur Ersteinschätzung sein. Darauf folgt eine primärärztliche Versorgung und ggf eine Überweisung in die fachärztliche Behandlung.

Wie kann eine solche Steuerung sinnvoll aufgebaut werden? Welche Auswirkungen hat sie für die psychosomatische und psychotherapeutische Versorgung? In dieser Veranstaltung greifen wir die aktuelle Diskussion auf und diskutieren sie mit Vertretern der Krankenkassen, der Bundesärztekammer sowie des Zentralinstituts der kassenärztlichen Versorgung.

Vorträge:

Dr. Julian Dillling (GKV-Spitzenverband): Patientensteuerung aus der Perspektive des GKV-Spitzenverbandes

Dr. med. Julia Searle, MPH (Bundesärztekammer): Patientensteuerung aus der Perspektive der Bundesärztekammer

Dr. Dominik von Stillfried (Zentralinstitut der kassenärztlichen Versorgung): Patientensteuerung aus der Perspektive des Zentralinstituts

Podiumsdiskussion:
Dr. Julian Dilling, Prof. Dr. Hans-Christoph Friederich, Dr. Julia Searle, Dr. Dominik von Stillfried

Moderation:
Johannes Kruse (Gießen), Miriam Komo-Lang (Neckargemünd)

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Alle Workshops bieten nach den Impulsreferaten die Gelegenheit zum Austausch mit Moderation im Sinne einer Podiumsdiskussion.

Um möglichst vielen niedergelassenen Kolleg*innen die Teilnahme zu ermöglichen, wird die Veranstaltung im Hybridformat angeboten, d. h. Teilnehmende können vor Ort in Berlin oder online über einen Zugangslink teilnehmen.

Darüber hinaus stehen die Türen allen registrierten Teilnehmenden des Psychosomatikkongresses offen.

Eine Anmeldung zum „Tag der ambulanten Psychosomatik 2024“ ist zu folgenden Konditionen möglich (Tarif Tageskarte, gilt sowohl für vor Ort als auch online):

Mitglieder DGPM/DKPM – 205,00 €
Nichtmitglieder – 240,00€

Die Anmeldung erfolgt über unser Registrierungsportal.

Außerdem als Special am Folgetag (nur als Präsenzveranstaltung):
Workshop „Neu in der Niederlassung“ am 16.3.2024 in der Fortbildungsakademie der DGPM.

Der Tag der ambulanten Psychosomatik findet im Harnack-Haus, Raum Köhler statt.
Das Harnack-Haus befindet sich vier Gehminuten (300 m) vom Henry-Ford-Bau entfernt.
Bitte beachten Sie, dass der Ausschank von Warm- und Kaltgetränken für Kongressteilnehmende im Henry-Ford-Bau erfolgt.

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